Pfarrkirche St. Nikolaus Frankenmarkt: Wandmalerei 4. Feld: Weltgericht
Die Darstellungen des vierten Wandfeldes, die teilweise vom Hochaltar verdeckt werden, konnten erst bei der letzten Renovierung 2012 so gut erkenntlich freigelegt und gesichert werden.
Thema ist das Jüngste Gericht in einer seit dem Mittelalter geläufigen Komposition.
Christus als Weltenrichter
Die obere Bildhälfte nimmt der über der Weltkugel thronende Christus ein – als Weltenrichter, dessen rechte Hand segnend erhoben ist, während die linke nach unten zur Hölle weist. Er wird umgeben von posauneblasenden Engeln, seitlich knien als Fürbitter Maria und Johannes.
Landschaft
Neben der religiösen Thematik ist die stilgeschichtliche Betrachtung interessant: Die Szene ist in eine Landschaft eingebettet, die in der blaugrünen Farbigkeit, der verschwimmenden Luftperspektive und in den Details von Stadt- und Felskulissen an die Meister der Donauschule wie Albrecht Altdorfer und Wolf Huber erinnert.
Gräber, aus denen die Toten auferstehen
Im unteren Bereich sind in der Mitte die sich öffnenden Gräber zu sehen, aus denen die Toten auferstehen. Während die Verdammten von Teufeln in den riesigen Höllenrachen am rechten unteren Bildrand gestoßen werden, geleiten gegenüber Engel die Seligen zur von Petrus geöffneten Paradiespforte.
Teufel (Detail)
Die Verdammten werden von Teufeln in den riesigen Höllenrachen gestoßen.
- Wandmalerei 1. Feld: Gottvater und die Zehn Gebote
- Wandmalerei 2. Feld: Glorie Mariens
- Wandmalerei 3. Feld: Christus und die sieben Sakramente
- Wandmalerei 4. Feld: Weltgericht












